Barrierefreies Webdesign: 5 Tipps für inklusive Layouts

TL;DRTL;DR too long; didn't read. Wörtlich übersetzt "zu lang; nicht gelesen". Überschrift für eine kurze Zusammenfassung eines längeren Artikels oder Beitrags.

  • Typografie klar & kontrastreich – keine Light Fonts, saubere Zeilenlängen.
  • Klare Struktur – semantisches HTML, konsistente Navigation.
  • Responsive ≠ geschrumpft – gute Touch-Ziele, flexibles Grid.
  • Animation mit Rücksichtprefers-reduced-motion beachten.
  • Fokus & Tastaturbedienung – sichtbarer Fokus, logische Tab-Reihenfolge.

Ob ScreenreaderScreenreader Software, die Texte am Bildschirm laut vorliest oder als Braille ausgibt.-Userin, Mensch mit Farbsehschwäche oder schlicht Nutzende mit wenig Geduld – barrierefreies Webdesign hilft allen! Fünf praxisnahe Tipps, wie du deine Layouts inklusiver gestaltest:

1. Klare Struktur – Orientierung statt Rätselraten

Ein gutes Layout braucht Hierarchie (Reihenfolge und Wichtigkeit von Inhalten) und gut sichtbare Kontraste (Unterschiede z.B. zwischen Text und Hintergrund). Nutze aussagekräftige Überschriften (H1–H6) und gliedere Inhalte logisch. Denke in „Content-Blöcken“. Das hilft nicht nur Screenreadern, sondern macht deine Webseite für alle einfacher lesbar. Navigationsmenüs und wichtige Bedienelemente sollten immer leicht auffindbar und zugänglich sein. D.h.: Menüs gehören immer an denselben Ort. Wiedererkennbarkeit und Struktur sind essenziell – vor allem für Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder neurodivergente Nutzer*innen.

2. Typografie: Mehr als nur hübsche Schriften

Schriftgröße, -art und -abstand sind entscheidend. Setze auf serifenlose Schriften ohne Schnörkel.

  • Mindestens 16px für Fließtext.
  • Vermeide ultraleichte Fonts und exotische Schriftarten.Klar, neutral, gut skalierbar.
  • Zeilenlänge: Richtwert 60–75 Zeichen pro Zeile, 1.4–1.6-facher Zeilenabstand (line height). Das erleichtert die Lesbarkeit – besonders für Menschen mit Legasthenie oder kognitiven Einschränkungen.
  • Achte auf ausreichende Farbkontraste.

3. Fokus sichtbar machen

Alle Elemente, die Nutzer:innen per Tastatur erreichen können, nennt man fokussierbar. Sorge dafür, dass ein deutlicher Fokus-Indikator (z.B. ein leuchtender Rahmen) sichtbar ist, wenn jemand per Tab-Taste durch deine Seite navigiert. Viele Designer*innen „verstecken“ den Fokus aus Stilgründen – das ist für viele Menschen fatal!

4. Responsive Design – flexibel nicht nur für Smartphones

Ein responsives Layout sollte Inhalte nicht einfach nur stapeln, sondern auch in der mobilen Variante zugänglich und logisch bleiben. Buttons und Links sollten mindestens 44×44 px groß sein – laut Apple und Google ein Mindestmaß, um per Finger treffsicher navigieren zu können. Ein gutes Layout passt sich allen Displaygrößen an – nicht nur Smartphones. Das hilft auch Menschen, die die Anzeige skalieren müssen (z.B. mit Vergrößerungssoftware, der Zoomstufe im Browser oder im Betriebssystem). Arbeite mit flexiblen Grids (Raster) und prozentbasierten Größen. Medienabfragen (Media Queries) in CSS sorgen für die richtigen Breakpoints zwischen den Gerätegrößen.

5. Animationen & Bewegung sparsam einsetzen

Animation kann toll sein, aber auch ablenken oder gar Menschen mit neurologischen Einschränkungen (z.B. Epilepsie) schaden, können Migräne oder vestibuläre Reaktionen (Schwindel, Übelkeit) auslösen. Vermeide bewegte Hintergründe oder Autoplay-Videos. Setze Animationen sparsam und mit Bedacht ein. Mit der CSS-Regel prefers-reduced-motion kannst du Nutzenden ermöglichen, Animationen zu minimieren, falls sie das wünschen. Zusätzlicher Pluspunkt: Deine Seite wirkt ruhiger und professioneller.

@media (prefers-reduced-motion: reduce) {
  * {
    animation: none;
    transition: none;
  }
}

Mit diesen fünf Schritten entwickelst du Designlösungen, die für möglichst viele Menschen funktionieren. Barrierefreiheit heißt nicht Langeweile – im Gegenteil: Sie macht dein Design besser, durchdachter und zukunftsfähig!